Worum es geht ...

Einfach darum, Arbeitsmaterialien und wichtige bzw. interessante Zusatzinformationen für den Unterricht bereitzustellen und auf weiterführende Angebote aus dem Netz zu verweisen.


Bewertungskriterien und Formulare zur Selbstbewertung
• Deutsch · Klasse 9c
• Geschichte · Klasse 9a
• Geschichte · Klasse 9b
• Deutsch · MSS 11 D-G2
• Deutsch · MSS 12 D-G5
• Deutsch · MSS 13 D-G1
• Geschichte · MSS 11 Ge-G1
• Geschichte · MSS 13 Ge-G1
• Geschichte · MSS 13 Ge-G3
Kriterien zur Beurteilung der mündlichen Leistung

Deutsch - Klasse 9c

Wir nähern uns der Berufswelt an, jener fremden Sphäre, die jenseits der Schule liegen soll - und unser Leben so maßgeblich bestimmen wird ... Aber: Wir überstürzen nichts und gönnen uns zum Einstieg einen satirischen Text von Robert Walser, seinem »Stellengesuch«, einem etwas ausgefallenen Bewerbungsschreiben. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass der Text vor über hundert Jahren geschrieben wurde und schon deshalb recht befremdlich auf uns wirkt ...


Texte:
• Robert Walser (1878-1956) · »Das Stellengesuch« (1914) - Text und Erläuterungsteil
• Heinrich Böll (1917-1985) · »Anekdote zur Hebung der Arbeitsmoral« (1963)


Arbeitsblätter:
• Das Bewerbungsschreiben · formale Struktur und Inhalt
• Das Bewerbungsschreiben · der Einstieg
• Das Anschreiben · Bestandteile seines Inhalts
• Das Anschreiben
• Das »Jobinterview« · Gedanken zum Vorstellungsgespräch


Links:
• Die »Karrierebibel« · Tipps & Tricks für Karriere, Job & Bewerbung
»Welche Berufe passen zu mir? · Mit Bildern spannende Ausbildungsberufe entdecken.« (Bundesagentur für Arbeit)
Assessment Center Tests · Aufgaben kostenlos üben (Plakos Akademie)

 

Deutsch - Jahrgangsstufe 11 (Grundkurs)

»Es gibt für Jeden keinen andern [sic!] Weg der Entfaltung und Erfüllung als den der möglichst vollkommenen Darstellung des eigenen Wesens. ‚Sei Du Selbst’ ist das ideale Gesetz, zu mindest [sic!] für den jungen Menschen, es gibt keinen anderen Weg zur Wahrheit und zur Entwicklung ...«, schreibt Hermann Hesse. Das klingt gut. Aber, wie gelingt das? Wie finden wir zu unserer eigenen Identität, und warum ist das so schwer?


Arbeitsblätter:
• Heiner Keupp · »Identität«
»Ich mach mein Ding« · Matthias Matussek schreibt über Hermann Hesse, der fünfzig Jahre nach seinem Tod noch immer ein Bestseller-Autor ist (SPIEGEL 32/2012)
• Günter Seuren (1932-2003) · »Das Experiment« (1970)
• Interpretationshinweise
• Die Kurzgeschichte · eine wissenschaftliche Definition
• Formale und stilistische Merkmale der Kurzgeschichte · eine Übersicht
• Die Kurzepik · eine Übersicht
• Die Erzählperspektive · eine Übersicht


Heinrich Böll (1917-1985) · »Doktor Murkes gesammeltes Schweigen« (1955/58)

... ist der Titel einer Kurzgeschichte von Heinrich Böll. Erstveröffentlicht wurde sie 1955 in den Frankfurter Heften, eine erweiterte und überarbeitete Fassung erschien 1958 in dem Sammelband Doktor Murkes gesammeltes Schweigen und andere Satiren. Böll siedelt seine Erzählung in der Kulturredaktion einer Rundfunkanstalt an, die als Spielball diverser Interessen dargestellt wird.
Anfang der 1950er-Jahre erscheint Professor Bur-Malottke, eine renommierte und einflussreiche Geistesgröße, »der in der religiösen Begeisterung des Jahres 1945 konvertiert hatte«, beim Intendanten seines Haussenders, um zu erklären, dass er plötzlich Bedenken habe, »an der religiösen Überlagerung des Rundfunks mitschuldig zu sein«. Er hatte in der Vorwoche einen bald zur Sendung anstehenden, zweimal halbstündigen Vortrag zum Wesen der Kunst auf Band gesprochen, in dem er häufig auf Gott Bezug nimmt. Er möchte »die mehr der Mentalität entsprach, zu der er sich vor 1945 bekannt hatte«. Er weigert sich jedoch, den Vortrag komplett neu einzusprechen, sondern will, dass aus den Bändern das Wort »Gott« herausgeschnitten und durch die von ihm gewünschte Wendung ersetzt wird. Dr. Murke, ein junger Redakteur in der Abteilung »Kulturwort«, wird mit dieser unangenehmen Aufgabe beauftragt ...


Arbeitsblätter:
• Die Satire
• Zum Aufbau der Erzählung
• Der zweite Erzählabschnitt (S. 9-13)
• Was ist »Kultur«?
• Dieter E. Zimmer · »Doktor Murkes gesammeltes Schweigen«

 

Deutsch - Jahrgangsstufe 12 (Grundkurs)
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) · »Werther« (1774)

Die »Die Leiden des jungen Werther« lautet der ursprüngliche Titel des von Johann Wolfgang Goethe verfassten Briefromans, in dem der junge Rechtspraktikant Werther bis zu seinem Suizid über seine unglückliche Liebesbeziehung zu der mit einem anderen Mann verlobten Lotte berichtet. Nach dem Achtungserfolg, den der junge Autor eben erst mit seinem Drama Götz von Berlichingen (1773) hatte feiern können, fand sein rührseliges Erzählwerk sogar in ganz Europa Anerkennung ...


Texte:
• Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) · »Die Leiden des jungen Werther« (1774) · Text (Deutsches Textarchiv [DTA])
• Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) · »Die Leiden des jungen Werther« (1774) · Text (Freie Digitale Bibliothek [digbib.org])
• Ulrich Plenzdorf (1934-2007) · »Die neuen Leiden des jungen W.« (EPDF)


Arbeitsblätter:
• Johann Wolfgang von Goethe · »Die Leiden des jungen Werther« · Kurzinterpretation (Kindlers Neues Literaturlexikon)
• Johann Wolfgang von Goethe · »Die Leiden des jungen Werther« · Inhaltsangabe
• Johann Wolfgang von Goethe · »Die Leiden des jungen Werther« · Lektüreschlüssel (Reclam)
• Johann Wolfgang von Goethe · »Die Leiden des jungen Werther« · Nacherzählt von Peggy Katelhön (Erwachsene Lektüren [ELi])
• Publius Ovidius Naso (43 v.-17 n. Chr.) · »Narziss und Echo« (Metamorphosen [ca. 3-8 n. Chr.]) · übersetzt von Johann Heinrich Voß (1753-1826)
• Werthers Haltung zu Liebe, Gesellschaft, Natur und Suizid
• Johann Wolfgang von Goethe · »Willkommen und Abschied« (1775)
• Max Haller · Was ist Liebe? Ein wirklichkeitssoziologischer Zugang zu einem vernachlässigten Thema (Universität Graz [2016])


Links:
»Die Leiden des jungen Werther« · Inhaltsangabe (inhaltsangabe.de)
• Die »Gesänge des Ossian« · Ein Phänomen erobert Europa (Klassik-Stiftung Weimar [Blog])
»Ist die Liebe etwa ein Gefühl?« · der Soziologe Niklas Luhmann (1927-1998) schreibt über die Liebe (Jürgen Kaube [FAZ])


Hörbeitrag:
Johann Wolfgang von Goethe - Mein Leben ein einzig Abenteuer
(Bayern 2, Radiowissen)
Ovid - Dichter der »Metamorphosen«
(Bayern 2, Radiowissen)

 

Deutsch - Jahrgangsstufe 13
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) · »Faust. Der Tragödie Erster Teil« (1807)

Ort der Handlung ist Deutschland um das Jahr 1500. Das Werk verknüpft zwei Handlungsstränge: die ›Gelehrtentragödie‹ und die ›Gretchentragödie‹. Protagonist der Handlung ist der angesehene Wissenschaftler Heinrich Faust, der stets nach Erkenntnis strebt und unfähig ist, sein Leben zu genießen. Aus diesem Grund schließt er einen sonderbaren Pakt mit Mephistopheles, einer Teufelsfigur, und verpflichtet sich diesem für den Fall, dass er Streben und Genussucht des Gelehrten jemals befriedigen kann. Doch damit stürzt Faust vor allem das unschuldige Gretchen ins Unglück.
Der eigentlichen Tragödienhandlung sind drei Texte vorangestellt: Die ›Zueignung‹, das ›Vorspiel auf dem Theater‹ und der ›Prolog im Himmel‹.
Die ›Zueignung‹ ist ein schlichtes Gedicht (Stanze); die fiktiven Figuren seines Stücks sind dem Dichter seit langem vertraut. Er beschwört sie herauf, und sie erscheinen als lebendige Wesen in seiner Wirklichkeit. Mit ihnen kommen wehmütige Erinnerungen aus der Vergangenheit zurück. Der Dichter wird von Schwermut erfasst. Er trauert um die verlorene Zeit.
Im ›Vorspiel auf dem Theater‹ treten der Direktor, der Dichter und eine Lustige Person auf. Der Direktor plant eine neue Aufführung. Dafür bittet er den Dichter und die Lustige Person um ihre Mithilfe. Er drängt darauf, die Erwartungen des Publikums zu befriedigen, um kommerziellen Erfolg zu haben. Der Dichter fühlt sich vor allem der Kunst verpflichtet. Die Lustige Person, die vermutlich die Bühnenakteure repräsentiert, hält dagegen, dass das Publikum ein Recht darauf habe, unterhalten zu werden - zumal die Schauspieler in publikumswirksamen Rollen glänzen wollen ...
Der ›Prolog‹ findet im Himmel statt. Dort glaubt der Herr, an das Gute in jedem Menschen: Nicht einmal der zweifelnde Doktor Faust würde sich vom rechten Weg abbringen lassen. Mephisto, dagegen ist überzeugt davon, dass er Faust auf Abwege führen könne. So bietet er dem Herrn eine Wette an ...


Text:
• Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) · »Faust. Der Tragödie Erster Teil« (1807) (Reclam)

Arbeitsblätter:
• Johann Wolfgang von Goethe · »Faust« (I/II) · Kurzinterpretation (Kindlers Neues
Literaturlexikon
)
• Die Tragödienkonzeption des Aristoteles
• Der Aufbau des klassischen Dramas · die »Tektonik«
• Die »Ständeklausel« als dramenpoetisches
Prinzip
• Friedrich Schiller · »Maria Stuart. Ein Trauerspiel« · Kurzinterpretation (Kindlers Neues
Literaturlexikon
)
»Maria Stuart« · der Aufbau des Dramas
• Die »Universitätssatire« in der Szene »Studierzimmer«(II)
• The Rolling Stones · »Sympathy for the Devil« (Text)
• Bob Dylan · »Jokerman« (Text)


Exkurs: Friedrich Schiller (1759-1805) · »Wallenstein« (1799)
Arbeitsblätter:

• Friedrich Schiller · »Wallenstein · Die Piccolomini« (I,4)
• Der Verlauf des Dreißgjährigen Krieges · ein Überblick
• Rüdiger Safranski · »Wallenstein und der dreifache Wille zur Macht«


Link:
»Des Kaisers Feldherr, schleissig lektoriert« · Besprechung der Neuauflage einer Wallenstein-Biografie von Golo Mann (1909-1994) (σπυδογελοιον/harbran.at)
• G.F.W. Hegel (1770-1831) · »Das Prinzip der Tragödie, der Komödie und des Dramas« (»Vorlesungen über die Ästhetik« [1835-1838]) (textlog.de)


Links: • The Rolling Stones · »Sympathy for the Devil« (1968) (youtube)
• Bob Dylan · »Jokerman« (1983) (youtube)

 

Klasse 9a
Der »Eiserne Kanzler«: Reichsgründung - Innen- und Außenpolitik Bismarcks

Schon in jeder mittelgroßen deutschen Stadt findet sich eine Bismarckstraße oder -schule - und nicht wenige große Städte besitzen darüber hinaus sogar ein (mehr oder minder) kolossalisches Denkmal, das an den Vollender der Nation erinnert ... Das Urteil der Historiker über ihn fällt indes gespalten aus: da ist der entschlossene Machtpolitiker, der die Einheit des Reiches erringt, aber: es geschieht dies nach seinen eigenen Worten mit »Blut und Eisen«; und er sucht die Existenz dieses neuen Reiches in der Mitte Europas zu sichern durch seine scheinbar geniale Außen- und Bündnispolitik, die sich aus allen Konflikten heraushält - und doch so wesentlich der Entstehung des späteren Weltkrieges vorgearbeitet hat, der das von ihm geschaffene Reich zerstören sollte ... Und da ist der Architekt des modernen Sozialstaates, dem es aber mit seinen Reformen letztlich vor allem darum ging, der aufstrebenden Sozialdemokratie (und der katholischen Kirche in Deutschland) das Wasser abzugraben - erfolglos übrigens ...


Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden - das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen -, sondern durch Eisen und Blut. (Bismarck, Erklärung vor der Budget-Kommission des preußischen Landtages [1862])

Arbeitsblätter:
»Deutschlands Zukunft« · Karikatur aus dem österreichischen Satire-Magazin »Kikeriki« (August 1870)
• Theodor Fontane · »Einzug« · Berlin am 16. Juni 1871
• Anton von Werner (1843-1915) · »Die Proklamierung des deutschen Kaiserreiches« (18. Januar 1871) · Der Aufbau des Bildes
• Anton von Werner (1843-1915) · »Die Proklamierung des deutschen Kaiserreiches« (18. Januar 1871) · Die Proportionen des Bildes
• Das »Kissinger Diktat« (1877)
• Die »Balkankrise« (1877) und die Berliner Konferenz (1878)
• Bismarck spricht im Reichstag über Deutschlands Vermittlungsmöglichkeiten in der »Balkankrise« (1878)
• Das Bündnissystem Bismarcks



Karl Röchling · »Die Schlacht von Gravelotte«

Links:
• Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 · Lebendiges Museum Online (LEMO [Deutsches Historisches Museum Berlin])
• Marco Dräger · »(K)Ein Hoch auf Kaiser Wilhelm?« · Die Kaiserproklamation in Versailles aus der Sicht unterschiedlicher Selbstzeugnisse (Geschichte Lernen)
• Aus den »Erinnerungen Anton von Werners« · Lexikus - Digitale Bibliothek (Lexikus-Verlag)
• Die Proklamierung des deutschen Kaiserreiches (18. Januar 1871) · Historienbild von Anton von Werder - das Bild (wikimedia)
• Die Proklamierung des deutschen Kaiserreiches (18. Januar 1871) · Historienbild von Anton von Werder - Erläuterungen (wikipedia)

 

Klasse 9b · Geschichte des
19. Jahrhunderts

Das »lange 19. Jahrhundert« (Eric Hobsbawm) war das Zeitalter der bürgerlichen Emanzipation (= Möglichkeit, am politischen und kulturellen Leben teilzunehmen und davon zu profitieren), einer geistigen und politischen Bewegung, die von der Amerikanischen (1776) und Französischen Revolution (1789) ausging. Die nächste größere historische Zäsur (= Einschnitt) wird dann durch den Beginn des 1. Weltkrieges markiert, der seinerseits - nicht zuletzt in Deutschland - große soziale und politische Umbrüche nach sich zog. Aus der Perspektive des in Epochen und geschichtlich-politischen Zusammenhängen denkenden Historikers beginnt das 19. Jahrhundert folglich schon sehr früh - und sein Ende fällt mit dem des Weltkrieges zusammen; die Zeitrechnung gerät gewissermaßen - zusammen mit dem Weltgeschehen - »aus den Fugen« (Shakespeare).


Arbeitsblätter:
• Der Wiener Kongress (1814/15)
• Das lange 19. Jahrhundert (I) · Vom Wiener Kongress (1814/15) bis zum Scheitern der deutschen Revolution (1848/49)
• Das Wartburgfest (Oktober 1817)
• Das Hambacher Fest (Mai 1832) · eine Bewertung von Thomas Nipperdey
• Das Hambacher Fest · eine Rede von Johann Jakob Siebenpfeiffer (Mai 1832)
• Das »Offenburger Programm« der [...] (September 1847)
• Das Prinzip Gewaltenteilung
• Das »Heppenheimer Programm« der [...] (Oktober 1847)
• Der »Liberalismus« · Definition aus einem zeitgenössischen »Staatslexikon«
Liberale Parteien in Deutschland
• Das Verfassungswerk der Frankfurter Nationalversammlung (1849)
• Schleswig-Holstein · Geschichte des deutsch-dänischen Konflikts (1848-1852/1864-1866)
• Entscheidungsjahr 1866 · Preußen wird zur Vormacht Deutschlands
• Die »Emser Depesche«: Berthold Seewald (Die Welt) · »Mit dieser Ohrfeige zog Bismarck Frankreich über den Tisch« · ein Beitrag zur Auslösung des deutsch-französischen Krieges (Juli 1870)


Links:
• Das Wartburgfest von 1817 · Süddeutsche Zeitung (SZ [München])
• Stichwort: »Liberalismus« · Bundeszentrale für politische Bildung(Politlexikon) (bpb)
• »Deutscher Zollverein? · Was ist das? Begriff, Aufbau und Funktion sowie alles zur politischen Bedeutung!« (JuraForum)
• Die Revolution von 1848 · Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)


Informationen zur Politischen Bildung (Bundestentrale für politische Bildung [bpb])

• Themenheft [Die] Revolution von 1848 (Nr. 265)


Titelbild: Frankfurter Nationalversammlung


Videos:
• Der Wiener Kongress (1814/15) · musstewissen Geschichte (MrWissen2go [Mirko Drotschmann])
• Der Deutsche Bund (1815-1866) · musstewissen Geschichte (MrWissen2go [Mirko Drotschmann])
• Deutschland im Vormärz (1815-1848) · musstewissen Geschichte (MrWissen2go [Mirko Drotschmann])
• Die Revolution von 1848 · musstewissen Geschichte (MrWissen2go [Mirko Drotschmann])
• Die Nationalversammlung in der Paulskriche (1848/49) · musstewissen Geschichte (MrWissen2go [Mirko Drotschmann])
• Warum scheiterte die Revolution von 1848? musstewissen Geschichte (MrWissen2go [Mirko Drotschmann])
Die Deutschen · Die deutsche Revolution von 1848/49 (ZDF)
• Der Weg ins Deutsche Kaiserreich musstewissen Geschichte (MrWissen2go [Mirko Drotschmann])
Die Deutschen · Bismarck und das Deutsche Reich (ZDF)


Karten:
• Der Deutsche Bund (1815-1866)
• Europa nach dem Wiener Kongress (1815)

 

Grundkurs Klasse 11
Einführung in die Methodik des Faches Geschichte - Beispiel: das antike Griechenland

Die Geschichtswissenschaft ist eine Kultur- bzw. Geisteswissenschaft, die sich mit der Geschichte von Menschen und menschlichen Gemeinschaften beschäftigt. Dabei zeichnet sie sich durch ihre kritische Methodik aus, das heißt, der Gang der Forschung und die Befunde, zu denen diese gelangt, müssen rational diskutierbar bzw. nachprüfbar und in einem hinreichenden Sinne beweiskräftig sein. Dies bedeutet: man geht stets prüfend vor - und in dem Bestreben, einen höchstmöglichen Grad von Objektivität zu erlangen. Grundlage einer solchen Forschung ist folglich die Auseinandersetzung mit historischen Quellen, die im Rahmen einer Recherche gesammelt und dann nach den methodischen Regeln des Faches ausgewertet und interpretiert werden. Naturgemäß stehen hierbei die schriftlichen Zeugnisse im Mittelpunkt ...


Die Geschichte ist eine ewige Wiederholung. (Thukydides)

Arbeitsblätter:
• Was lehrt uns die Geschichte? · Das »Prooemium« des Thukydides
• Thukydides berichtet über die Entstehung des Delisch-Attischen Seebundes
nach den Perskriegen
• Thukydides · Der »Melierdialog«
• Herfried Münkler · »Seereiche und globale Ökonomien«
• Matthias Schulz · Die »Morgenröte der Vernunft« (SPIEGEL 48/2006)
• Quellengattungen und leitende Hinsichten zu ihrer Interpretation
• Anleitung zur Quelleninterpretation
• Plutarch berichtet über den Verbleib der Bundeskasse und die Verwendung der darin gesmmelten Gelder ...
• Thukydides und Plutarch berichten über das Bauprogramm des Perikles
• Griechische Baukunst

 

Grundkurs Klasse 13
Die USA als Weltmacht

Der 1932 gewählte demokratische Präsident Franklin D. Roosevelt (1933-1945) vermochte es, der Bevölkerung auf dem Gipfelpunkt der Great Depression neues Vertrauen in die Zukunft zu vermitteln. Sein von 1933 bis 1939 durchgeführtes ehrgeiziges Wirtschafts- und Sozialprogramm New Deal versuchte die Krise durch groß angelegte Maßnahmen zu bewältigen. Bereits in den ersten hundert Tagen seiner Amtszeit gelang es Roosevelt, ein ganzes Bündel von Reformen auf den Weg zu bringen, die jeden Wirtschaftsbereich erfassten: den industriellen Sektor, die Landwirtschaft, das Bankensystem, das Sozialwesen und den Arbeitsmarkt. Für die Umsetzung der Reformen wurden zahlreiche Exekutivbehörden gegründet, die die bundesstaatliche Bürokratie stark anwachsen ließen und die politische Kompetenz des Präsidenten enorm verstärkten. Im Zuge von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen errichteten 8,5 Millionen Beschäftigte ca. 122.000 öffentliche Gebäude, über eine Million Kilometer neuer Straßen, rund 80.000 Brücken sowie Großprojekte wie Staudämme und Kraftwerke. In Teilbereichen erwies sich der Deal als durchaus erfolgreich. Der wesentliche Akzent der Politik Roosevelts lag in der starken Betonung der sozialen Verantwortung des Staates: erstmals wurden Grundlagen für ein Sozialversicherungssystem geschaffen. Es gelang jedoch nicht, die strukturell bedingte Wirtschaftskrise völlig zu überwinden. Erst mit dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg im Dezember 1941, als die Produktion von Kriegsgütern für weitere Beschäftigung sorgte, setzte ein nachhaltiges Wirtschaftwachstum ein.
Als sich in Europa und Asien die Anzeichen für neue schwere Konflikte verdichteten, nahm die isolationistische Stimmung der US-Bevölkerung zunächst weiter zu; der überwiegend ähnlich gesinnte Kongress verabschiedete mehrere Neutralitätsgesetze, die den außenpolitischen Handlungsspielraum des Präsidenten einzuschränken versuchten. Nach einer Gallup-Umfrage vom September 1939, kurz nach Hitlers Angriff auf Polen, sprachen sich 84 Prozent der Befragten gegen eine Intervention der USA in den europäischen Konfllikt aus. Auch Präsident Roosevelt bekannte sich in öffentlichen Statements zum Grundsatz einer strikten Neutralität.
Doch gleichzeitig wurde die nationale Verteidigung durch ein gewaltiges Rüstungsprogramm, die Einführung der Wehrpflicht und die Errichtung einer 300 bis 1.000 Meilen breiten Sicherheitszone um den amerikanischen Kontinent vorbereitet. Ab November 1939 wurde Großbritannien der Kauf amerikanischer Waffen gestattet, und ab Herbst 1940 erwarben die USA neue Militärstützpunkte im Atlantik und in der Karibik ...


Arbeitsblätter:
• Andreas Hillgruber (1925-1984) · »Der 2. Weltkrieg - Vorgeschichte« (1982)
• Henry R. Luce (1898-1967) · »The American Century« (1941)
• Die NS-Außenpolitik (1933-1939)
»Britisch-Indiens letztes Kapitel« · Marion Gräfin von Dönhoff schreibt über die bevorstehende Aufgabe der britischen Kronkolonie nach 350 Jahren (DIE ZEIT [1947])
»Der Erste am Galgen« · der SPIEGEL kommentiert die Veröffentlichung der nachgelassenen Erinnerungen von Joachim von Ribbentrop (1953)
• Der 2. Weltkrieg · Verlauf
• Andreas Hillgruber (1925-1984) · »Der 2. Weltkrieg - Bilanz« (1982)
• Der »Kalte Krieg« (1945-1990)


Link:

• Das deutsch-britische Flottenabkommen vom 18. Juni 1935 (wikipedia)

 

«Ein Zitat»


 

Die Kunst ist lang, das Leben kurz, das Urteil schwierig, die Gelegenheit flüchtig. Handeln ist leicht, Denken schwer; nach dem Gedanken handeln unbequem. Aller Anfang ist heiter, die Schwelle ist der Platz der Erwartung. Der Knabe staunt, der Eindruck bestimmt ihn, er lernt spielend, der Ernst überrascht ihn. Die Nachahmung ist uns angeboren, das Nachzuahmende wird nicht leicht erkannt. Selten wird das Treffliche gefunden, seltner geschätzt. Die Höhe reizt uns, nicht die Stufen; den Gipfel im Auge wandeln wir gerne auf der Ebene. [...]

J.W. von Goethe (Wilhelm Meisters Lehrjahre, Siebentes Buch, Neuntes Kapitel)