Latein - Klasse 10
Gaius Iulius Caesar · »Commentarrii de Bello Gallico«

»Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur.« - So lautet der erste Satz in Cäsars Darstellung dessen, was er den Gallischen Krieg (58-51/50 v. Chr.) genannt hat. Ganze Schülergenerationen haben das auswendig gelernt - und (natürlich) gewissenhaft übersetzt. Cäsar ist ein Klassiker geworden. Schon die Zeitgenossen waren beeindruckt von seiner Sprachgewalt und -präzision, weniger hingegen von dem, was der römische Feldherr ihnen eigentlich mitzuteilen hatte ...


Texte: Commentarii de bello Gallico
• Liber Primus (1-6)
• Liber Primus (4) - Einrückverfahren
• Liber Primus (5) - Einrückverfahren
• Liber Primus (4/5) - Comic-Fassung

Arbeitsblätter:
• Henning Ottmann: Das römische Klientelwesen
• Christian Meier · Caesar (München 1997)
• Bernd F. Schümann · Stilistik bei Caesar

Hörbeitrag
Cäsar - Konsul, Krieger und Diktator (Bayern 2, Radiowissen)

Weiterführender Link:
• Das Manuskirpt zur Sendung
De Bello Gallico · Stil, Darstellungsabsicht und Inhalt von Cäsars Kommentaren (Wikiwand)




Grammatik

Nun, natürlich muss einiges gelernt werden - und zwar: immer wieder, gewissermaßen ad infinitum et nauseam. Andererseits haben sich die Römer ja sehr viel Mühe damit gegeben, eine systematische Grammatik zu entwickeln, die viele Standards aufweist und in der sich vieles wiederholt, zum Beispiel bei den ...

Pronomina:
• (I) Personalia, Possessiva, Reflexiva et Relativa
• (II) Demonstrativa
• (III) Interrogativa et Indefinita
• (IV) Indefinita (2)
• (V) Korrelativa




«Ein Zitat»


Die Eroberung des freien Galliens (Gallia Comata) ist eine Tat von weltgeschichtlicher Bedeutung. Sie ist ganz das Werk Cäsars, der im Gallischen Krieg eine glänzende Probe seines politischen und strategischen Könnens abgelegt hat, die ihn ohne Weiteres an die Seite des Pompejus stellte. In seinen Mitteln war Cäsar freilich alles andere als wählerisch, die Liste der von ihm und seinen Soldaten unter seiner stillschweigenden Duldung verübten Grausamkeiten würde manche Seiten füllen, mit militärischen Gründen waren sie weder zu entschuldigen noch gar zu rechtfertigen. [...]

Hermann Bengtson (Römische Geschichte)