Gaius Iulius Caesar · »Commentarrii de Bello Gallico«

»Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur.« - So lautet der erste Satz in Cäsars Darstellung dessen, was er den Gallischen Krieg (58-51/50 v. Chr.) genannt hat. Ganze Schülergenerationen haben das auswendig gelernt - und (natürlich) gewissenhaft übersetzt. Cäsar ist ein Klassiker geworden. Schon die Zeitgenossen waren beeindruckt von seiner Sprachgewalt und -präzision, weniger hingegen von dem, was der römische Feldherr ihnen eigentlich mitzuteilen hatte ...


Everyone needs an audience. Our ancestors felt that the gods were watching them; our fathers lived to be admired by men; for Caesar there are no gods, and he is indifferent to the opinion of his fellow human beings: he lives for the opinion of posterity. [...] Caesar tries to live a great book ... (Thornten Wilder, »The Ides of March«)

Texte: Commentarii de bello Gallico
• Liber Primus (1-6)
• Liber Primus (4) - Einrückverfahren
• Liber Primus (5) - Einrückverfahren
• Liber Primus (4/5) - Comic-Fassung
• Liber Primus (6) - Einrückverfahren
• Liber Primus (7) - Einrückverfahren
• Liber Primus (8) - gegliedert

Arbeitsblätter:
• Henning Ottmann · Das römische Klientelwesen
• Christian Meier · Caesar (München 1997)
• Bernd F. Schümann · Stilistik bei Caesar

Hörbeitrag
Cäsar - Konsul, Krieger und Diktator (Bayern 2, Radiowissen)

Weiterführende Links:
• Das Manuskirpt zur Sendung
De Bello Gallico · Stil, Darstellungsabsicht und Inhalt von Cäsars Kommentaren (Wikiwand)
De Bello Gallico I,1 - vorstrukturiert (Latein Nachilfe)
De Bello Gallicoo I,5 - vorstrukturiert (Latein Nachilfe)
De Bello Gallico I,6 - vorstrukturiert (Latein Nachilfe)
De Bello Gallico I,7 - vorstrukturiert (Latein Nachilfe)
De Bello Gallico I,8 - vorstrukturiert (Latein Nachilfe)
Gaius Iulius Caesar · De Bello Gallico - Übersetzungen (Gottwein.de)
Gaius Iulius Caesar · De Bello Gallico - Übersetzungen (Lateinheft.de)
Gaius Iulius Caesar · De Bello Gallico - grammatikalische Formen-Analyse (Perseus digital library [englisch])


Gaius Valerius Catullus · »Carmina«

Geboren ca. 86 v. Chr. in Verona ging Catull in früher Jugend - wie allgemein üblich - nach Rom. Er verhalf mit seinen Gedichten der Verwandlung des Lateinischen in eine Literatursprache zum Durchbruch und beförderte damit eine Entwicklung, die Cicero, eine Generation vor Catull, im Bereich der Prosa angestoßen hatte.


Odi et amo. Quare id faciam, fortasse requiris. Nescio, sed fieri sentio et excrucior. (»Carmina«, LXXXV)

Dazu trugen vor allem seine Liebesgedichte bei, die den Eindruck großer Spontaneität und unmittelbaren Gefühlsäußerung erwecken. Im Zentrum der Liebesgedichte aus Catulls berühmten Carmina steht eine Frau namens Lesbia – ein Name, der als Hommage an die aus Lesbos stammende griechische Dichterin Sappho verstanden werden kann. Der Name ›Lesbia‹ wird in der Forschung meist als Pseudonym für Clodia, die Gattin eines Konsuls und Schwester des berüchtigten Publius Clodius Pulc(h)er, gelesen, deren Haus zu einem Zentrum der zeitgenössischen literarischen Avantgarde in Rom geworden war ...

Texte: Carmina
• Carmina I · Dedicatio
• Carmina II · Passer, deliciae meae puellae ...
• Carmina V · Vivamus, mea Lesbia ...
• Carmina VIII · Miser Catull ...
• Carmina LI · Ille mi par esse deo videtur ...
Catull · Gedichte (Exempla I - Leseprobe [Verlag Vandenhoeck & Ruprecht])

Weiterführende Links:
Römische Liebesdichtung von Catull bis Ovid (Ringvorlesung Liebesdichtung von der Antike bis zum Barock - Literaturwissenschaftliches Seminar der Universität Kiel [2015])


Grammatik

Nun, natürlich muss einiges gelernt werden - und zwar: immer wieder, gewissermaßen ad infinitum et nauseam. Andererseits haben sich die Römer ja sehr viel Mühe damit gegeben, eine systematische Grammatik zu entwickeln, die viele Standards aufweist und in der sich vieles wiederholt, zum Beispiel bei den ...

Deklinationen und Konjugationen
Die Deklinationen
Die Konjugationen

Pronomina:
• (I) Personalia, Possessiva, Reflexiva et Relativa
• (II) Demonstrativa
• (III) Interrogativa et Indefinita (1)
• (IV) Indefinita (2)
• (V) Korrelativa

Gerundium und Gerundivum:
Das Gerundium (1) - Funktion, Bildung und Übersetzungsmöglichkeiten
Das Gerundium (2) - Syntaktische Funktionen
Das Gerundivum (1) - Bildung und Anwendungsbeispiele
Das Gerundivum (2) - Attributive und prädikative Funktion

Die Adjektive und ihre Komparation
Die Deklination der Adjektive
Die Komparation der Adjektive

«Ein Zitat»


Die Eroberung des freien Galliens (Gallia Comata) ist eine Tat von weltgeschichtlicher Bedeutung. Sie ist ganz das Werk Cäsars, der im Gallischen Krieg eine glänzende Probe seines politischen und strategischen Könnens abgelegt hat, die ihn ohne Weiteres an die Seite des Pompejus stellte. In seinen Mitteln war Cäsar freilich alles andere als wählerisch, die Liste der von ihm und seinen Soldaten unter seiner stillschweigenden Duldung verübten Grausamkeiten würde manche Seiten füllen, mit militärischen Gründen waren sie weder zu entschuldigen noch gar zu rechtfertigen. [...]

Hermann Bengtson (Römische Geschichte)