Die Kriminalerzählung

Januar 2019

Warum lesen wir Kriminalerzählungen?

Das Lesen von Kriminalerzählungen und Detektivgeschichten ist für den Dramtiker Bertolt Brecht eine »intellektuelle Gewohnheit«. Er sieht den Reiz des Genres in seiner Grundstruktur begründet, die gewisse Variationen innerhalb einer Anordnung genauestens festgelegter Elemente zulässt:
[Der] intellektuelle Genuss kommt zustande bei der Denkaufgabe, die der Kriminalroman dem Detektiv und dem Leser stellt. Zunächst bekommt die Beobachtungsgabe ein Feld, auf dem sie spielen kann. Aus den Defor-mierungen der Szenerie wird der Vorgang aufgebaut, der sich abgespielt hat; aus dem Schlachtfeld wird die Schlacht rekonstruiert. Das Unerwartete spielt eine Rolle. Wir haben Unstimmigkeiten zu entdecken: Der Chirurg hat - wie merkwürdig - schwielige Hände; der Fußboden ist trocken, obwohl das Fenster in der Nacht des großen Regens offenstand; der Butler war wach, aber er hat den Schuss nicht gehört. Dann werden die Zeugenaussagen kritisch gemustert: dies ist Lüge, das Irrtum. Im letzteren Fall beobachten wir sozusagen durch Instrumente, die ungenau registrieren, und haben die Grade der Abweichungen [von dem, was normalerweise zu erwarten ist] zu konstatieren. Dieses Beobachtungen-Anstellen, daraus Schlüsse-Ziehen und damit zu Entschlüssen-Kommen gewährt uns allerhand Befriedigung schon deshalb, weil unser Alltag uns einen so effektiven Verlauf des Denkprozesses selten gestattet und sich für gewöhnlich viele Hindernisse zwischen Beobachtungen und Schlussfolgerungen sowie zwischen Schlussfolgerung und Entschluss einschalten. In den meisten Fällen […] sind wir ja weder Herr unserer Schlüsse noch Herr unserer Entschlüsse. [...]

Seit dreißig Jahren schreibe ich Krimis, um nachzuweisen, dass es keine Kriminellen gibt, sondern nur mehr oder minder normal veranlagte Menschen, die zu Kriminellen werden. (Georges Simenon)

Arbeitsblätter und Links

Januar 2019

Poirots berühmtester Fall ...
 

Use your little grey cells mon ami. (Hercule Poirot, The mysterious affair at Styles)



Dürrenmatts Kriminalerzählung erschien erstmals 1950/51 in acht Folgen in der Zeitschrift »Der Schweizerische Beobachter«, 1952 dann auch in Buchform. Die Handlung spielt im November 1948 in Bern und dem abgelegenen Dorf Lamboing östlich des Bielersees in der Schweiz.

Dort wird der aus Bern stammende Polizeileutnant Ulrich Schmied in seinem blauen Mercedes tot aufgefunden. In Bern wird der eigensinnige, von einer tödlichen Krankheit gezeichnete Kommissär Bärlach mit der Untersuchung des Falls betraut ...

Arbeitsblätter und Links

Februar 2019



Das Praktikum

Juni 2019

Dein Praktikum ist vorüber und dein Klassenlehrer möchte, dass du nach den Ferien (Montag, den 19. August 2019, zu Beginn der zweiten Unterrichtswoche des neuen Schuljahres) einen ›Praktikumsbericht‹ vorlegst. Das beigefügte Arbeitsblatt informiert dich über Inhalt und Aufbau eines solchen Berichtes.



Bitte beachten!

Regeln für das Zitieren
Regeln für das Zitieren - Beispiele

 



Klassen-Interna

Selbsteinschätzung - Mitarbeitsnote



Stand: 15.VI.2019